Emotionale Intelligenz trainieren mit NLP

Emotionale Intelligenz ist ein Begriff, der in unserer Leistungsgesellschaft häufig verwendet wird. Dieser von John D. Mayer und Peter Salovey in den 90er Jahren entwickelte Terminus beschreibt die Fähigkeit eigene und fremde Gefühle richtig wahrzunehmen, zu deuten und auch zu beeinflussen.

Emotionale Intelligenz trainieren mit NLP

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Im Unterschied zum I.Q. verlässt die emotionale Intelligenz (E.Q.) sehr schnell den kognitiven Rahmen, an den wir uns so gerne klammern. Wissen ist bekanntlich Macht und schon René Descartes sagte „Ich denke also bin ich“.

Der E.Q. geht aber wesentlich tiefer und nährt sich aus unserem übermächtigen Unterbewusstsein. Das bekannte Eisbergmodell, welches das Verhältnis zwischen der Sach- und der emotionalen Beziehungs-Ebene darstellt, ist ja den meisten ein Begriff. Daher ist ein erlernbarer und trainierbarer E.Q. mindestens so wertvoll wie der IQ, wenn nicht sogar nachhaltiger.

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Die „Karriereleiter“ ist ein gutes Beispiel aus dem beruflichen Alltag, um den Unterschied zu veranschaulichen. Um einen angestrebten Arbeitsplatz zu bekommen und diese berufliche Position wahrzunehmen ist ein entsprechendes Maß an I.Q. erst Mal unabdingbar. Das geforderte Fachwissen zu besitzen und auch im Rahmen eines Einstellungstests komplexe Aufgaben korrekt zu lösen hilft den Bewerber(innen) erst Mal die gewünschte Position greifbar zu machen.

Um in einem sozial-ökonomischen Gebilde wie einem Unternehmen jedoch aufzusteigen, benötigt man ein höheres Maß an Emotionaler Intelligenz. Der amerikanische Psychologe und Wirtschaftsjournalist Daniel Goleman unterteilt die notwendigen Kompetenzen der Emotionalen Intelligenz in die vier Bereiche „Selbstwahrnehmung, soziales Bewusstsein, Selbstmanagement und Beziehungsmanagement“ – also primär in Soft-Skills und nicht in kognitive Fähigkeiten.

Nach dem bekannten amerikanischen Facharzt und Autor Dr. med. Neil Nedley trägt die Emotionale Intelligenz wahrscheinlich stärker zu einem erfolgreichen und lebenswerteren Leben bei als der I.Q. Da Emotionale Intelligenz erlernbar ist und nicht vererbt wird, kann man sie eben erlernen und dementsprechend auch verbessern. Zudem hängt der Aufstieg innerhalb eines Unternehmens nicht vom I.Q. des jeweiligen Kandidaten ab, sondern von der Emotionalen Intelligenz, weiss Dr. Nedley aus seinen zahlreichen Erfahrungen zu berichten. Er weist in seinen vielen Publikationen immer wieder darauf hin, dass unsere Gedanken unsere Verhaltensweisen und Emotionen steuern. So sind Menschen mit einem niedrigen E.Q so stärker von ihrer Emotionalität gesteuert und dabei häufig auf Grund fehlender Selbstwahrnehmung fehlgesteuert. Sie reagieren dem zufolge nicht der Situation angemessen.

Er unterteilt den E.Q in fünf wesentliche Komponenten:
– Kenntnis der eigenen Emotionalität – Die Selbsterkenntnis
– Kontrolle der eigenen Emotionen – Die Selbstbeherrschung
– Erkennen von Emotionen bei anderen – Die Empathie
– Gelungenen Beziehung mit anderen – Die soziale Intelligenz
– Selbsterreichung der eigenen Ziele – Die Selbstmotivation

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Diese Komponenten machen Menschen nach seiner Ansicht erfolgreich; egal ob im beruflichen oder privaten Bereich.

Ein Training und eine Steigerung der Emotionalen Intelligenz führt daher zu einer verbesserten Selbst- und Fremdwahrnehmung und zu einem optimierten sozialen Miteinander. Über diese Verbesserung des E.Q. hinaus können Störungen und Krankheiten wie beispielsweise Zwangsstörungen, Depressionen, Ängste, Anorexie, Bulimie und unverarbeitete Belastungserlebnisse erfolgreich verhindert und präventiv behandelt werden. Nahezu jeder, der seinen E.Q. nachhaltig steigert, lernt dadurch gleichzeitig effektiver zu kommunizieren und klarer, reflektierter zu denken und zu handeln. Durch diesen Einklang mit sich selbst und anderen gelingt ein glücklicheres, erfüllteres und selbstbestimmteres Leben.

E.Q. und das Neurolinguistische Programmieren (NLP)

Das Neurolinguistische Programmieren (kurz NLP) ist eine Sammlung von Kommunikationstechniken und Methoden zur Veränderung psychischer Abläufe im Menschen, die unter anderem Konzepte aus der klientenzentrierten Therapie, der Gestalttherapie, der Hypnotherapie und den Kognitionswissenschaften sowie des Konstruktivismus aufgreift.

NLP ist daher ein hocheffizienter Werkzeugkasten für die Kommunikation mit sich und anderen und nutzt o.g. Konzepte, Techniken, Methoden und Einstellungen, um wirkungsvoll mit uns selbst und mit anderen zu kommunizieren.

Nach Dr. Nedley haben folgende Faktoren maßgeblichen Einfluss auf unseren E.Q.:
– Unsere Beurteilung und Bewertung von Ereignissen
– Die Art und Weise wie wir über Probleme denken und nachdenken
– Überzeugungen und Glaubenssätze die unsere Emotionen kontrollieren
– Die Qualität des sogenannten „Inneren Dialoges“, den wir mit uns selbst führen.

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Eine fundierte NLP-Ausbildung setzt mit ihren zahlreichen Kommunikationstechniken und Werkzeugen aus dem Bereich der Psychotherapie genau bei diesen Faktoren an. Es bewirkt mit seiner Lehre, dass der Anwender lernt, Ereignissen die korrekte Bedeutung zuteilwerden zu lassen, denn schon der berühmte Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Philosoph und Autor Paul Watzlawick sagte: „Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das an seiner eigenen Bedeutungsgebung erkranken kann.“

Im Weiteren lehrt NLP den Umgang und die Auflösung limitierender Überzeugungen und Glaubenssätzen, nimmt positiven Einfluss auf die Art und Weise wie wir mit uns selbst und anderen kommunizieren, stärkt unsere Selbst- und Fremdwahrnehmung und eröffnet uns neue Wege und Denkweisen zur Lösung von Problemen als auch zur Planung und Erreichung von Lebenszielen.

NLP ist daher das ideale Werkzeug, um die eigene Emotionale Intelligenz aufzubauen und nachhaltig zu trainieren. Für ein besseres, selbstbestimmtes, erfolgreiches Leben und ein gesundes Miteinander.

Autor des Artikels: “Emotionale Intelligenz trainieren mit NLP” ist Torsten Kott, Lehrtrainer & Lehrcoach

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