NLP Matrix

NLP trifft MATRIX

Unterschiedlicher Therapieansatz – gleiche Wirkung?

Masterarbeit von Claudia Kreuzeder, März 2019

NLP Matrix

Bildquelle zu NLP Matrix: Gerd Altmann, Pixabay

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung
  2. Betrachtung NLP
  3. Betrachtung MATRIX
  4. NLP vs. MATRIX
  5. Praxisbeispiel: Coaching mit NLP und Matrix
  6. Erkenntnis – Fazit


    1. Einleitung

Wenn ein Mensch krank ist, so wünscht er sich nichts sehnlicher, als gesund zu werden.
Wenn jemand erschöpft und niedergeschlagen ist, wünscht er sich nichts sehnlicher, als sich zu regenerieren und aufzurichten. Wer Beziehungsprobleme hat, der wünscht sich eine gute Lösung für sich und seinen Partner. Wer sich als Opfer des Zufalls erlebt, wünscht sich nichts sehnlicher, als das Leben nach seinen Herzenswünschen gestalten zu können.

In der Vergangenheit war es üblich, dass der Mensch die Sorge um sein Wohlergehen anderen anvertraute. In dieser besonderen Zeit des 21. Jahrhunderts beginnen aber immer mehr Men­schen damit, die Verantwortung für ihre Lebensumstände und ihre Gesundheit in die eigenen Hände zu nehmen. Die heutige Schulmedizin teilt sich in viele unterschiedliche Fachbereiche auf und es gibt für alle Organ-/Knochen-/Nervensysteme Experten und Spezialisten. Der Pa­tient wird zum Facharzt geschickt, von dessen Fachgebiet man annimmt, dass die Erkrankung ausgeht. Kaum wird dabei der Mensch in seiner Gesamtheit erfasst.

Eine Wende gab es Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Entdeckung der Psychosomatik und der neuen Betrachtungsweisen von Krankheit und Heilung.

Als Begründer der Psychoanalyse gilt der Neurologe Sigmund Freud (1856-1939). Ihm verdan­ken wir die Vorstellung der Verdrängung und die Erkenntnis, dass es im Menschen verschie­dene Anteile gibt (Ich, Es, Über-Ich), die auf dem Entwicklungs- und Heilungsweg zu berück­sichtigen sind.

Sein Kollege Carl Gustav Jung (1875-1961) ging davon aus, dass in jedem und durch jeden Menschen sog. Archetypen und Bilder universeller Gültigkeit wirken, in deren bewusster Be­gegnung der Mensch „seelische Gesundheit“ erreichen könne.

     2. Betrachtung NLP

Mitte des 20. Jahrhunderts gelang Richard Bandler und John Grinder jedoch eine Meisterleis­tung: Sie beobachteten große, als besonders erfolgreich geltende Psychologen wie Fritz Perls (Begründer der Gestalttherapie), Virginia Satir (Begründerin der Familientherapie), Gregory Bateson (geistiger Vater der systemischen Therapie), Milton Erickson (erfolgreicher Hypno­setherapeut) und entwickelten daraus ein für „gewöhnliche“ Psychologen nachvollziehbares, sehr durchstrukturiertes Modell für Therapie und Persönlichkeitsentwicklung: NLP

NLP bedeutet Neuro-Linguistisches-Programmieren und ist eine spezielle Art der Kommuni­kation, bei der die subjektive Wahrnehmung des Menschen im Vordergrund steht.

Zurückzuführen ist dies auf die individuelle Weltanschauung eines jeden Einzelnen aufgrund dessen bisherigen Erfahrungen, die Herkunft, sowie die Lebensumstände. Alles Erlebte wird von uns Menschen bewertet, je nachdem wie wir uns fühlen und wie wir denken. Menschen reagieren auf ihre Abbildung der Realität, nicht auf die Realität selbst. Bandler und Grinder erkannten die enorme Bedeutung dieser These und machten sie zu einer zentralen Voran­nahme des NLP.

NLP vermittelt daher u.a. auch die Fähigkeit, unsere Mitmenschen in deren Subjektivität bes­ser wahrzunehmen, zu verstehen und deren „Landkarte“ zu verändern.

Ein weiterer wichtiger Bereich, den NLP abdeckt, ist die wissenschaftliche Untersuchung der Sprache. Denn: Man kann nicht nicht kommunizieren. Dies ist ebenfalls eine der 18 Vorannah­men von NLP.

Kommunikation läuft immer über die 3 Hauptrepräsentations-Systeme gleichzeitig (visuell, auditiv, kinästhetisch) und findet nicht nur verbal statt, sondern auch nonverbal durch Mimik, Gestik, Tonalität. Es gilt deshalb herauszufinden, welche Botschaften bewusst oder unbewusst laufend gesendet werden. NLP hilft dabei, die Kommunikation eines Menschen besser zu ver­stehen und bietet viele Praktiken, die dabei helfen, dass Kommunikation auch besser gelingt. Eigene Ressourcen werden erkannt und können gezielt eingesetzt werden, fehlgeleitete Denk­muster oder Ängste, die uns blockieren, können aufgedeckt und umgewandelt werden.

Im Wissen um diese Abläufe im Menschen, wurde NLP im Laufe der Jahre immer weiter-ent­wickelt und ist nun eine Sammlung wirksamer Techniken, die zu einem glücklichen Leben füh­ren auf der Grundlage von speziellen Vorannahmen.

Diese Vorannahmen gilt es zu verstehen und zu leben und einer persönlichen Weiterentwicklung wird nichts mehr im Wege stehen.

Mit folgenden Techniken ermöglicht uns NLP mit dem Unterbewusstsein und/oder Bewusst­sein des Klienten zu kommunizieren und positive Veränderungen zu bewirken:

 

Symptom/Ursache                                                       NLP-Format                                    

Ziellosigkeit, unerfüllte Wünsche                               Ziele Format
Wunsch nach guten Zustand                                     Moment / Circle of Excellence
Belastende Erfahrungen                                            Anker verschmelzen, Mini Change
Äußere Konflikte, Missverständnisse                         Wahrnehmungspositionen
Innere Konflikte                                                          Teile verhandeln
Unerwünschtes Verhalten                                          Six Step
Wunsch nach neuem Verhalten                                 New Behaviour Generator
Trauma, negative Glaubenssätze                              Re-Imprint
Limitierende Glaubenssätze und Werte                     Diamond
Persönliche Inkongruenz                                            Logische Ebenen
Zwangsverhalten                                                        Swish

Diese und noch viele weitere NLP-Formate und Techniken sind äußerst wirkungsvoll, betrach­ten den Menschen als ein Zusammenspiel von Unterbewusstsein und Bewusstsein, sind aber in gewisser Weise von einem mechanistischen Weltbild geprägt: Es gibt nur eine materielle Ebene mit ihren vorherbestimmten Abläufen. Eine Wechselwirkung von nicht materiellen (Geist, Seele, Bewusstsein) und materiellen Ebenen und zwischen den verschiedenen Objek­ten des Universums wird größtenteils nicht betrachtet. Der Mensch getrennt vom Ganzen in einem geschlossenen System.

Da stellt sich für mich die Frage: Auf welcher Ebene findet dann die „systemische Arbeit“ mit dem Klienten statt? Auch mit dieser Methode können zwischenmenschliche Konflikte gelöst werden, Traumata aufgelöst, zukunftsweisende Erkenntnisse gewonnen werden.

Offensichtlich gibt es „Verbindungen“ von Mensch zu Mensch, zu ganzen Familiensystemen, egal ob noch lebend oder schon verstorben. Ist vielleicht doch alles mit allem verbunden? Was ist mit unserer vermeintlichen Materie?

   3. Betrachtung Matrix

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts lösten Wissenschaftler wie Max Planck, Niels Bohr, Albert Einstein, Werner Heisenberg, Erwin Schrödinger das mechanische/materielle Weltbild durch die Entdeckung der Quantenmechanik ab.

Sie erkannten: Wenn man nur tief genug in die subatomaren Bereiche eindringt, dann löst sich die Materie auf. Was übrig bleibt, ist Licht und Information.

Max Plank sprach schon vor 80 Jahren davon, dass es keine Materie gibt, nur einen hinter allem wirkenden intelligenten Geist.

Der wesentliche Bestandteil des Universums und auch jede Form von Materie, so die Wissen­schaftler, ist das sog. Quantenvakuum oder „Quantenfeld“ genannt. In diesem Quantenfeld gibt es unendlich viele schwingende Wellen. Das menschliche Bewusstsein steht in ständiger Wechselwirkung mit diesem Quantenfeld und verändert es ständig.

Das Leben, das wir mit unseren fünf Sinnesorganen wahrnehmen ist keine „wahre Realität“. Die Quantenphysik hat gezeigt, dass Raum und Zeit nur eine Illusion unserer Wahrnehmung sind. Das Atom (alles was wir sehen inklusive uns selbst bestehen aus Atomen) besteht zum größten Teil aus dem leeren Raum und aus Informationen. Unsere Sinnesorgane dekodieren nur diese „schwingenden Informationen“ aus dem Quantenfeld, so dass wir uns selber und unsere Umwelt als feste solide Körper wahrnehmen.

Die Entdeckung der Informationsfelder (morphische Felder)

1945 stellte Erwin Schrödinger die These auf, dass alles was ist, einer gewissen Ordnung un­terliegt. Einige Jahrzehnte später bestätigte der Biologe Rupert Sheldrake diese Aussage mit der Erkenntnis: Die Natur habe ein ihr innewohnendes Gedächtnis (Matrix), das den Bauplan der Schöpfung darstellt und aktualisiert. In ihm sind – wie in der ersten Zelle des Menschen – alle Informationen für das, was werden soll, enthalten. Wachstum vollzieht sich aufgrund der spezifischen Information, die in der ursprünglichen Matrix, der Ur-Matrix enthalten ist.

Dieses Gedächtnis zeigt sich in morphischen Feldern, Informationsfeldern, die die „Materie“ strukturieren.

Es gibt somit eine allgemeine geistige Verbindung zwischen allem was ist, eben die vorher beschrieben „unendlich schwingenden Wellen“ in den Informationsfeldern.

Das Prinzip der „Informationsfelder“ findet man in vielen Lebensbereichen wieder:

  • Die Psychologie des 20. Jahrhunderts geht ebenfalls von einem kollektiven Mensch­heitsgedächtnis, einem kollektiven Unbewussten, und von kollektiv miteinander ge­teilten Archetypen aus, welche die gesamte Menschheit und den einzelnen Menschen beeinflussen.
  • Im Rahmen von Familienaufstellungen (z.B. nach Bert Hellinger) stehen Personen stell­vertretend für Familienmitglieder eines Klienten und erleben deren Gefühle und Wahr­nehmungen. Veränderungen von Gedanken- und Gefühlsmustern, die bei einem Stell­vertreter vorgenommen werden, können für den Klienten heilend wirken.
  • Hyperkommunikation am Beispiel von Zugvögeln die sich ganz bewusst sammeln, be­vor sie in den Süden gemeinsam fliegen oder Hunde, die bereits wissen, dass ihr Herr­chen bald nach Hause kommen wird.

Bild: Gerd Altmann, Pixabay

Quantenheilung – Informationsmedizin – Wiederherstellung der Matrix

Die Quantenheilung/Informationsmedizin/Wiederherstellung der Matrix basiert auf den Er­kenntnissen der Quantenphysik, die sich mit der Wechselwirkung kleinster Teilchen befasst. Eine Erkenntnis ist, wenn ich etwas beobachte, verändere ich es mit meiner Aufmerksamkeit.

Die Methoden der Quantenheilung wurden erst in den letzten Jahren entwickelt. Das Wissen hinter der Quantenheilung jedoch ist schon sehr alt und wurde beispielsweise bereits im alten Ägypten und von den Taoisten angewendet. Die Ursprünge sind in den alten Indischen Veden, Upanishaden und der Advaita-Philosophie benannt.

Arten der Quantenheilung

Es gibt verschiedene Arten der Quantenheilung. Die beiden wohl bekanntesten Methoden sind “Quantum Entrainment” von Dr. Frank Kinslow und „Matrix Energetics“ von Dr. Richard Bartlett. In jeder Art der Anwendung herrscht das grundlegende Ziel, durch Beobachtung und gelenkte positive Absicht des Anwenders, die Ur-Matrix des Klienten zu reaktivieren. Das Re­aktivieren der Ur-Matrix bedeutet, die Information im informativen Feld des Menschen, wie etwas ursprünglich geplant war, wieder frei zu setzen. Es findet daraufhin automatisch eine beeindruckend schnelle Reorganisation der Struktur statt, für die die Ur-Matrix aufgerufen wurde.

Als Vergleich könnte man eine Computersoftware nennen, die eine entsprechende Hardware steuert. Die Hardware sind in diesem Beispiel die Zellen, Organe, Gelenke, Gefäße und Struk­turen, die sich durch entsprechende Software-Informationen (informatives Feld) beeinflussen lassen.

Ist das informative Feld eines Menschen gestört, z.B. durch negative Gedanken, Gefühle, Glau­benssätze, Einstellungen zum Leben, traumatische Erlebnisse usw., geht diese Störung erst auf die energetische Ebene über und später, wenn der Zustand nicht behoben wird, manifes­tiert sie sich im Körper bzw. im Gemütszustand. Der Mensch wird krank an Körper, Geist oder Seele.

Bei der Quantenheilung wird deshalb logischerweise erst das informative Feld korrigiert, d.h. die Krankheit des Menschen verlässt zuerst die Informationsebene, dann auf der energeti­schen Ebene und erst zum Schluss auf der physischen Ebene – und der Mensch wird wieder gesund.

  4. NLP vs. Matrix

Spannend wird nun der Vergleich zwischen der Anwendung von NLP-Techniken und den Mat­rix-Formaten im Rahmen eines Coachings.

Eine zentrale Vorannahme von NLP ist: „Die Landkarte ist nicht das Territorium“. Menschen reagieren auf ihre Abbildung der Realität, nicht auf die Realität selbst. NLP ist die Wissen­schaft vom Verändern dieser Landkarten.

Und genau hier habe ich für mich die Parallele gefunden, denn im weitesten Sinne ist die Quantenheilung ebenfalls die Wissenschaft vom Verändern der Landkarten, nur sind hier die „Informationsfelder“ gemeint.

Anders ausgedrückt:

NLP vermittelt u.a. die Fähigkeit, unsere Mitmenschen in deren Subjektivität besser wahrzu­nehmen, zu verstehen und deren „Landkarte“ zu verändern.

Mit der Quantenheilung wird ebenfalls die „Landkarte“ bzw. das „Informationsfeld“, verän­dert. Somit kann sich die Sichtweise des Menschen in Bezug auf sein Problem ändern, bzw. das Krankheitsbild oder welche Störung auch immer werden korrigiert.

Der wesentliche Unterschied in der Durchführung liegt darin, dass im NLP durch gezielte und geführte Kommunikation mit dem Klienten die Erkenntnisse herbeiführt bzw. Veränderungen vorgenommen werden und in der Quantenheilung die Korrekturen teilweise in Sekunden­schnelle durch die Lenkung des Anwenders alleine vorgenommen werden können.

An dieser Stelle möchte ich zwei Formate mit gleichem Ziel gegenüberstellen, die sowohl im NLP als auch in der Quantenheilung möglich sind:

NLP: Matrix:
Re-Imprint

Re-Imprint= Kognitive-emotionale  Neu-
Er­fahrung

Beim RE-Imprint werden Ressourcen in früheren traumatisierenden Situationen ein­gefügt, die zum damaligen Zeitpunkt noch nicht vorhanden waren.

Ablauf:
1. Situation/Verhalten definieren, Suchanker setzen

2. Time-Line Richtung Vergangenheit gehen, Punkte und Glaubenssätze notieren

3. Imprint-Situation aufspüren und darüber hinaus gehen

4. Klient teilt dissoziiert mit, was passiert ist

5. Ressourcen definieren für Klient u. ggf. Be­teiligte

6. Zurück auf Imprint-Situation, ggf. weiter
mit 4 und 5

7. Test mit Ausgangssituation + Future Pace

 

Zeitreise

Durch den Einsatz der „Zeitreise“ können die Ursachen vieler Krankheiten oder trau­matischen Erlebnissen rückgängig gemacht werden. Man kann die prägenden Erleb­nisse, z.B. in der Kindheit noch einmal „be­suchen“, ohne die früheren emotionalen Belastungen erneut durchleben oder durchspielen zu müssen.

Ablauf:
1. Klient fragen, welches Problem aus der Vergangenheit gelöst werden soll

2. Messung mit 2-Punkt-Methode

3. Alter des Klienten ist der Ausgangspunkt

4. Absicht formulieren und in Fünfjahres­schritten rückwärts zählen, dabei Messung beibehalten

5. Wenn Klient Veränderung zeigt, Welle kollabieren lassen

6. Es können mehrere Zeitreisen nötig sein, um den Zustand zu lösen

7. Test mit Ausgangssituation

„Das menschliche Nervensystem ist in der Lage auch zu einem späteren Zeitpunkt Prä­gungen zu ändern“ (Leary)

Zukunft ist die Zeit, in der man bereut, dass man das nicht getan hat, was man heute hätte tun können! (Shaolin Weisheit)

NLP: Matrix:
New Behaviour Generator

Modellieren = Beschleunigtes Lernen, basie­rend auf der Übernahme von Fähigkeiten an­derer Personen, die du kennst oder selbst ausgedachte Personen oder Figuren.

Ablauf:

1. Definiere das gewünschte Verhalten

2. Wähle dein Modell

3. Wo/Wie zeigt dein Modell das ge­wünschte Verhalten

4. Betrachte das Modell wie im Film, wie ge­nau zeigt das Modell das ideale Verhalten

5. Ersetze das Modell durch dich, bearbeite den Film, bis er ideal ist

6. Assoziiere dich. Erlebe dich mit dem neuen Verhalten

7. Öko-Check

8. Integrieren

9. Future Pace

 

Archetyp

Archetypen sind im kollektiven Unbe­wussten angesiedelte Urbilder menschli­cher Vorstellungsmuster. Sie sind psychi­sche Strukturdominanten, die als unbe­wusste Wirkfaktoren das Bewusstsein be­einflussen und dieses prägen und struktu­rieren.

Mit Hilfe von Archetypen bzw. archetypi­schen Mustern können Unausgewogen­heit im Körper bzw. auf der Quanten­ebene korrigiert werden.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist, das Wissen, die Fähigkeiten bzw. die psy­chische Energie von bekannten Persön­lichkeiten oder sonstigen Personen zu übernehmen.

Ablauf:

 

Mit der 2-Punkt-Methode werden „alle hilfreichen Eigenschaften/Fähigkeiten“ der Wunschperson in das eigene Informa­tionsfeld des Klienten „eingeschwungen“.

 

Wenn ein Mensch eine Leistung vollbringen kann, ist es möglich, das entsprechende Verhalten zu modellieren.

Jeder Archetyp steht für eine entsprechende Information, Energie und Schwingung, die wir uns zunutze machen können.

5. Praxisbeispiel: Coaching mit NLP Matrix

Die Person mit der größte Verhaltensvariabilität steuert die Situation 😉

Ausgangssituation: Klientin Susanne ist 30 Jahre alt und arbeitet seit ihrer Ausbildung als Ver­sicherungsangestellte zum Großteil an der Kunden Service-Theke. In ihrem Beruf ist sie nicht besonders glücklich, auftretende Konflikte mit Kunden kann sie schwer reflektieren, nimmt alle Energien auf und es fällt ihr schwer, abends oder am Wochenende abzuschalten. Es geht sogar so weit, dass sie körperlich auf manche „Problemkunden“ reagiert. Generell sieht Susanne keine Zukunftsperspektive in ihrem Job. Auch Beratungsgespräche mit dem zustän­digen Betriebs-Psychologen konnten an ihrer Situation bisher nichts ändern. Probleme mit den Kolleginnen und Kollegen gibt es nicht.

Susanne hat seit ihrer Kindheit eine besondere Vorliebe für Tiere und besitzt ein eigenes Pferd, einen Hund und eine Katze. Vor zwei Jahren hat sie mit der Ausbildung zur Tierheilpraktikerin begonnen und mit besten Ergebnissen abgeschlossen. Susannes größter Wunsch ist eine ei­gene Praxis und somit auch weg von ihre Versicherungsjob. Obwohl sie auch bereits seit eini­ger Zeit die Zulassung als Tierheilpraktikerin hat, schafft sie es nicht, mit der Umsetzung der Wunschpraxis zu beginnen. Sie vermutete u.a. irgendein Problem mit ihren „Ahnen“.

Bild: Peggy u. Marko Lachmann, Pixabay

Ablauf Coaching: Da sich im Laufe des Gespräches für mich herausstellte, dass Susanne derzeit in einer schlechten mentalen Verfassung ist und begann ich nicht gleich mit dem geplanten Ziele-Format. Generell kamen alle Sorgen und Probleme in der Arbeit ziemlich durcheinander aus ihr heraus. Erst durch gezieltes Nachfragen konnten wir herausarbeiten, dass es nicht an der Arbeit am Schalter generell liegt, sondern hauptsächlich an der Vorstellung, dass evtl. diese bestimmten Problemkunden kommen und sich wieder Konflikte auftun könnten. An die­ser Stelle habe ich dann das Format „Anker verschmelzen“ erfolgreich angewendet.

Im weiteren Gespräch konnte ich dann durch gezieltes Reframing noch ein paar andere Sicht­weisen und Abgrenzungsmöglichkeiten vorschlagen, die Susanne ihre derzeitige Arbeit in der Versicherung wieder erträglicher erscheinen ließen, eben im Hinblick auf ihr zukünftiges Ziel der selbständigen Tierheilpraktikerin.

Susanne war nun mental viel gefestigter als vorher und ihr Ziel zeigte sich deutlich mehr im „Hin zu“ als im „Weg von…“

Ich erklärte ihr den groben Ablauf des Ziele-Formates und die Wirkungsweise von Bodenanker, da sie diese noch nicht kannte. Nach der SMART-Formel formulierten wir das Ziel und legten Start- und Ziel Bodenanker aus. Susanne stellte sich jeweils assoziiert darauf und konnte sich das Ziel mit allen Submodalitäten gut vorstellen.

Bei der Ausarbeitung der notwendigen Zwischenschritte kam folgendes zum Vorschein: Zwi­schenschritt „Preisliste“ war kein Problem, jedoch bei den Maßnahmen, um überhaupt be­kannt zu werden, zeigten sich ziemliche Widerstände. Weitere Zwischenschritte: Gewerbean­meldung, Büroarbeitsplatz daheim, mögliche Kooperationspartner, Zusatzausbildung Osteo­pathie.

Die Zusage ihres Arbeitsgebers zu diesem Nebenerwerb hatte Susanne schon.

Wir starteten nochmals am Bodenanker „Heute“. Assoziiert war der erste Zwischenschritt Preisliste kein Problem, wir legten nur ein Datum bis zur Fertigstellung fest. Den nächsten Schritt auf den Anker „Visitenkarte-Flyer“ konnte Susanne nicht gehen, obwohl sie bereits das fertige Bild der Visitenkarte in ihren Vorstellungen hatte. Dissoziiert haben wir dann heraus­gearbeitet, dass sie eigentlich nicht „sichtbar“ sein möchte und dies mit einem Erlebnis in der Kindheit zusammenhängen könnte.

Mit dem Reimprint konnten wir dann eine negative Situation in der 5. oder 6. Klasse aufde­cken. Ich fragte Susanne auf einer Skala von 0-10, an welcher Stelle sie ihr negatives Gefühl zuordnen würde. Sie entschied sich spontan für 8. An dieser Stelle habe ich dann die NLP-Schiene verlassen und Susanne nicht weiter zu diesem Thema befragt. Stattdessen habe ich mit der 2-Punkt-Methode und der „erweiterten Zeitreise“ das Schwingungsmuster im Infor­mationsfeld korrigiert.

Im Anschluss an einen Separator gab Susanne dann auf der Skala eine 4 an. Aus Erfahrung weiß ich, dass sich das veränderte Schwingungsmuster noch durch weitere Schichten durch­arbeitet, so dass sich dieses Ergebnis nach einiger Zeit nochmals verbessern wird.

Susanne konnte sich anschließend sogar auf den Bodenanker „Visitenkarten/Flyer“ stellen, wenn auch noch mit einem etwas unsicheren Gefühl.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren schon zwei Stunden vergangen und Susanne war von den vielen Erkenntnissen und Ereignissen ziemlich müde und abgespannt. Ich schlug deshalb vor, an die­ser Stelle zu unterbrechen und in einer nächsten Sitzung weiter zu machen.

In diesem geistig müden Zustand wollte ich sie nur ungern gehen lassen und schlug ihr vor, mit Matrix noch positive Ressourcen einzuschwingen. Ich fragte Susanne, welche positiven Gefühle sie spontan nennen kann. Mit der 2-Punkt-Methode habe ich die genannten und noch weitere Ressourcen eingeschwungen. 10 Minuten später war sie wieder frisch und munter und voller positiver Energie.

Eine Woche später trafen wir uns wieder. Susanne erzählte von ihrer Arbeit in der Bank schon viel positiver, das Anker-Format „tat seine Wirkung“ und generell sieht sie ihren Job jetzt als nützlich an, um ihre geplanten Zusatzausbildungen auch finanzieren zu können. Sie setzte sich auch nicht mehr so unter Druck, weil wir ihr ursprüngliches Ziel der kompletten Selbständig­keit erst mal als Nebenerwerb festgelegt haben.

Auch die Preisliste hatte sie zu dem Zeitpunkt schon fertig und sie hatte bereits Kontakt zu ihrem Bekannten aufgenommen, der die Visitenkarte erstellen sollte.

Wir legten die Time-Line von letzter Woche wieder aus und Susanne startete assoziiert. Dieses mal gab es keine Problem-Anker mehr und das Ziel konnte sie gut und deutlich visualisieren. Auf meine Frage hin, ob dem Ziel etwas entgegenstehen würde, kamen ihre Bedenken wieder, dass irgendetwas im Familiensystem sie noch blockieren würde. Genaueres konnte sie mir nicht nennen.

Ich habe daraufhin das Teile-Format mit ihr angewendet woraufhin dann ihr Opa zum Vor­schein kam, der aber keine richtige Antwort hatte. Andere Teile haben sich nicht gemeldet.

Als weitere Intervention habe ich mich dann für eine Wirkhypnose entschieden. Ich erklärte Susanne den Ablauf und die Wirkung eines Trance-Coachings und sie war damit einverstan­den.

Nach der 4-3-2-1 Methode nach Milton Erickson gestaltete ich Einleitung und Ausleitung. Im Suggestionsteil wendete ich die Ahnenheilung von Adriana Meisser an, in der speziell darauf eingegangen wird, mit gegenseitiger Anerkennung den Ahnen mitzuteilen, dass man nun sei­nen eigenen Weg gehen wird und bittet um deren Unterstützung.

Susanne konnte sich nach anfänglicher Unsicherheit jedoch gut auf die Trance einlassen und war am Ende sehr entspannt.

Wir beendeten diese Sitzung mit einem Rückblick auf alles bisher erreichte und Susanne hatte ihr Ziel jetzt nicht mehr als eine unerreichbare Vision vor Augen, sondern ganz konkret mit klaren Zwischenetappen, die sie ja zum Teil schon seit dem letzten Treffen in Angriff genom­men hatte.

Nur ihre Verdauung machte ihr noch Probleme. Sie konnte mit einigen Wochen veganer Er­nährung zwar Erleichterung verspüren, jedoch ist ihr das auf Dauer zu anstrengend. Ich habe ihr angeboten, dieses Thema mit ihr ebenfalls zu bearbeiten. Möglich wäre die Quantenhei­lung und ich erklärte ihr dabei kurz die Wirkungsweise der veränderten Schwingungsmuster des Menschen am Beispiel eines Radiosenders: Wenn alles optimal läuft, die Verbindung per­fekt ist, ertönen die Lieder im Sender einwandfrei. Gibt es jedoch irgendeine Funk-Störquelle, dann ist die Frequenz gestört, es kracht und rauscht im Sender. Stellt man den Sender wieder auf die richtige Frequenz oder man nimmt die Störquelle weg, ist alles wieder.

Je nachdem wie der Verlauf des Coachings sein wird, bestünde auch die Möglichkeit der Teile-Arbeit.

  6. Erkenntnis – Fazit zur NLP Matrix

NLP MATRIX: Unterschiedlicher Therapieansatz – gleiche Wirkung?

Mit NLP wird der Mensch in seinem Zusammenspiel von Bewusstsein und Unterbewusstsein betrachtet. Der Coach ist im Gespräch mit den Klienten und nimmt durch entsprechende kommunikative Anwendungen und Interventionen Einfluss auf dessen Informationsebene. Diese Einflussnahme verändert das informative Feld, Heilung kann stattfinden und veränderte Zustände des Klienten können zum gewünschten Ergebnis führen.

Durch die Methode der Quantenheilung auf Informationsebene versetzt der Anwender ohne Zutun des Klienten dessen vegetatives Nervensystem spontan und sofort in einen Zustand, in dem tiefe, heilende Prozesse stattfinden können. Das Nervensystem schaltet während einer Behandlung unmittelbar auf Heilung um und kann all das “reorganisieren”, was nicht optimal funktioniert.

Dabei spielt es keine Rolle, ob der Quantenheiler das “Problem” oder die Sorgen des Klienten kennt; das Bewusstsein bzw. das Unterbewusstsein des Klienten “weiß” genau, wie es damit umzugehen hat.

Beide Methoden wirken auf der Informationsebene des Klienten, lediglich die Art und Weise wie Veränderungen herbeigeführt werden, sind unterschiedlich: In direkter Zusammenarbeit mit dem Klienten durch genaue Ausarbeitung und Erkennen des ursächlichen Problems bei NLP oder ohne direkte Mitwirkung des Klienten, eine genaue Beschreibung der Problemstruk­tur ist nicht notwendig, die Absicht der positiven Veränderung durch den Anwender ist aus­reichend

Informationen, die auf der energetischen, psychischen oder geistigen Ebene liegen und Ursa­chen für Krankheiten oder sonstigen Störungen sind, können sowohl durch die Anwendung von NLP Techniken als auch mit Hilfe der Quantenheilung umprogrammiert bzw. überschrie­ben werden. Beide Methoden sind somit für alle Lebensbereiche anwendbar und wirken in vielen Bereichen und können hinderliche Blockaden auflösen.

Werden NLP- und MATRIX- Methoden jedoch miteinander gekoppelt können augenblicklich wirkende Ergebnisse bei Klienten erreicht werden, sowohl bei gesundheitlichen Problemen als auch sonstigen disharmonischen Zuständen.

Matrix bietet dabei die unbegrenzten Möglichkeiten des Quantenfeldes und NLP offenbart effektive positive Kommunikationstechniken, die dabei helfen, zu wissen, was der Idealzu­stand ist und wie man ihn formuliert. Außerdem führen die Veränderungstechniken des NLP im Zusammenspiel mit den MATRIX-Methoden dazu, Ziele leichter zu erreichen, bieten Hilfe­stellungen bei Problemen in den Bereichen Arbeit, Freizeit, Familie, Finanzen, Gesundheit oder Kreativität. Auch seelische Blockaden können nachhaltig gelöst werden.

Der Coach ist dabei völlig flexibel bei der Wahl der Technik. Je nach Situation und Verfassung des Klienten, wird die bestmöglichste Wahl getroffen.

Autorin des Fachartikels NLP Matrix:

Claudia Kreuzeder, NLP Master 

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