Glossar

Erickson Milton Hyland

Er wurde am 5. Dezember 1901 geboren und verstarb am 25. März 1980. Er war Psychiater, Psychologe, Psychotherapeut. Vordenker und Entwickler der modernen Hypnose und Hypnotherapie. Er prägte maßgeblich den Einsatz von Hypnose in der Psychotherapie, nachdem diese durch Sigmund Freud abgelehnt und dadurch lange in den Hintergrund gerückt wurde. Erickson hat NLP erheblich beeinflusst. Die “Bewusstlosigkeit”, in die ihn seine Erkrankung brachte, nannte er später den Beginn seines Interesses an Trance-Zuständen. Die Phase der Rekonvaleszenz, in der ihm die Medizin wenig Hoffnung auf völlige Genesung ließ, nutzte Erickson, um partielle Dissoziation zu üben. Erickson betont ferner die positive Rolle des Unbewussten. Anders als bei Freud ist für Erickson das Unbewusste eine unerschöpfliche Ressource zur kreativen Selbstheilung. Das Unbewusste ist der Hort von kaum genutzten Erfahrungen des Menschen. Ericksons Ansatz erhebt den Anspruch, die durch starre Denkmuster begrenzte Fähigkeit des Bewusstseins zu erweitern, indem der Hypnotiseur durch spezielle verbale und non-verbale Techniken es dem Unbewussten ermöglicht, die führende Rolle einzunehmen. Gleichzeitig soll es dem Bewusstsein ermöglicht werden, unbewusste Selbstheilungskräfte und kreative Ressourcen zu nutzen. Erickson hatte großen Einfluss auf die maßgeblichen Therapeuten seiner Zeit und die Nachwelt.

 

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