Warum Zielerreichung nur mit Motivation nicht funktioniert.

Vier Dinge, die viele nicht gerne hören wollen.

Waren Sie schon einmal auf einem dieser richtig großen Motivations-Seminare?

Das ist super, kann ich Ihnen sagen. Spätestens am Ende des Seminars weiß man ganz genau: Man kann alles schaffen. Man muss nur wollen.

Und dann fragt man sich, warum man eigentlich nicht schon die ganze Welt bereist hat? Warum man nicht schon lange am oberen Ende der Karriereleiter angekommen ist? Warum man noch nicht alle seine Ziele und Träume verwirklicht hat. Wo es doch scheinbar so einfach ist.

Aber damit ist jetzt Schluss! Ab morgen wird das alles anders! Denn wer will, der kann auch!

Also jetzt bitte nicht falsch verstehen. Ich finde solche Seminare super. Alle sind gut drauf. Es wird eine tolle Show geboten und die eigene Stimmung geht spätestens nach ein paar Stunden über in einen euphorischen Zustand. Das kann man sich schon mal gönnen.

Blöd ist nur, wenn man danach das Motto für bare Münze nimmt: Jeder der will der kann auch. Vollkommen automatisch, man muss nur fest genug daran glauben.

Und dann ist das Seminar zu Ende.

Sie kommen nach Hause.

Und der Alltag kommt auch.

Es hat sich nichts geändert.

Wieder mal.

Mist.

Also gut, dann mal mit etwas weniger Euphorie.

Dafür mit etwas mehr Realität.

Vier Dinge die eigentlich keiner hören will:

Die Ihnen aber so manche Unannehmlichkeit ersparen und Ihnen helfen, Ihre Ziele realistisch anzugehen.

  1. Jeder kann alles erreichen!
    Nein, aber Sie können viel erreichen, wenn Sie wissen was Sie wirklich wollen.

Mal ganz ehrlich. Wenn ich sagen würde, ich will Profi-Basketballer werden und ich kann das erreichen. Weil schließlich kann jeder alles erreichen. Es wäre eine Lüge. Meine Körpergröße beträgt 160 cm. Damit wird man kein Profi-Basketballer Das ist so und daran ändert auch der beste Wille nichts. Ich kann auch nicht die nächste Präsidentin der USA werden, weil ich keine amerikanische Staatbürgerschaft habe. Wenn also biologische Gründe dagegen stehen, wenn zwingende Gesetze dagegen sprechen, dann kann man ein Ziel eben nicht erreichen.

Doch die meisten Leute scheitern an ihren Zielen nicht aus diesen Gründen, sondern sie scheitern an sich selbst.

Ich kenne viele Leute, die haben als Ziel: Erfolgreich sein!
Und dann sagen sie sich: Ab morgen bin ich erfolgreich! Und dann machen sie genau das Gleiche wie vorher. Warum? Weil sie nicht wissen, wie genau sie „erfolgreich sein“ definieren sollen.

Oder sie sagen: Mein Ziel ist, ein glückliches Leben zu führen.
Und dann sagen sie sich jeden Morgen in den Spiegel, dass sie glücklich sind und glauben es währenddessen schon selbst nicht mehr. Fragen Sie diese Leute mal, was genau sie unter „glücklich sein“ verstehen. Sie werden erstaunt sein, wie wenige Ihnen antworten können.

Also zurück zur Realität. So geht’s:

Formulieren Sie ganz klar und deutlich, was Sie erreichen wollen.

Hier an unserem ersten Beispiel.
Statt nur zu sagen: Ich will erfolgreich sein!
Stellen Sie sich viele nützliche Fragen, mit denen Sie Ihr Ziel definieren.

Ein paar Beispielfragen:
Wo genau wollen Sie erfolgreich sein? (In welchem Bereich Ihres Lebens zum Beispiel.)
Wie genau definieren Sie erfolgreich sein? (Was genau verstehen Sie darunter?)
Was wäre für Sie der ultimative Erfolg?
Woran erkennen Sie, dass Sie gerade erfolgreich waren?

Hier der perfekte Test um herauszufinden, ob Sie schon genau wissen, was Sie wollen:

Erzählen Sie jemand anderem von Ihrem Ziel. Wenn derjenige genau versteht um was es Ihnen geht, dann hat es funktioniert. Sie werden staunen, wie effektiv das ist.

  1. Man muss nur wollen, das genügt.
    Nein, denn es muss auch in Ihrer Macht sein, es zu realisieren.

Sie glauben ja gar nicht, wie viele Leute es gibt, die haben zwar ein Ziel, aber sie bedenken nicht, dass es gar nicht in ihrer Macht steht, es zu realisieren. Bestimmt kennen Sie auch ein paar.

Zum Beispiel jemanden der sich endlos ärgert, weil er in seiner Firma seine Ideen nicht durchsetzen kann. Dabei ist sein Ziel doch kreativ zu arbeiten und seine Ideen zu verwirklichen.

Doch in der Firma in der er arbeitet, wird nach strengen Prozessen gearbeitet. Die Geschäftsführung behält das Sagen bei sich und die Mitarbeiter haben zu funktionieren.

Derjenige hofft also jetzt, dass sich das ändert.
Dass die anderen endlich mal kapieren, dass es so nicht geht.
Und dass er dann endlich seine Ideen einbringen kann.

Viel Spaß beim Warten.

Gut, man hat dann immer eine Ausrede parat, warum es nicht klappen kann. Ändert aber halt nichts daran, dass es eben nicht klappt.

Warum ist da so?

Weil derjenige darauf wartet, dass andere (seine Chefs) etwas verändern.
Damit kann er sein Ziel nicht aus eigener Kraft erreichen. Er begibt sich in die Abhängigkeit von anderen Personen oder von äußeren Umständen.

Nehmen wir mal an, jemand anderem geht es ähnlich. Doch derjenige nimmt das Zepter nun selbst in die Hand.

Vielleicht macht er sich mit seiner Geschäftsidee selbstständig. Er gibt damit einen sicheren Job auf und ist bereit, Risiken einzugehen. Und er verwirklicht seine Idee, weil er nun selbst entscheiden kann, wo es für ihn lang geht.

Doch seine Selbstständigkeit gelang ihm nur, weil er eine weitere zentrale Regel beachtet hat:

  1. Es braucht nur Sie selbst dazu.
    Nein, es ist auch wichtig, was andere dazu sagen.

Wie bitte? Gerade hieß es doch ich soll mich nicht von anderen abhängig machen.
Stimmt. Und zwar von denen, denen Sie ohnehin egal sind.
Aber bestimmte Menschen in unserem Leben sind wichtig für uns. Nämlich, die die uns nahestehen.

Nehmen wir einmal an unser Selbstständiger hätte diesen Entschluss über den Kopf seiner Frau hinweg gefasst. Er hätte nicht die verschiedenen Konsequenzen der Selbstständigkeit für die Familie gemeinsam mit ihr besprochen und auch nicht ihre Bedürfnisse bei seiner Entscheidung mit einbezogen.

Er wäre wohl gescheitert.
Oder hätte seine Ehe eingebüßt.

Wer seine Ziele klug erreichen will, holt sich seine Leute mit ins Boot.

Wer sind die zentralen Menschen in Ihrem Leben?
Die deren Meinung Ihnen wichtig ist?
Die die Ihnen am Herzen liegen?

Beziehen Sie genau diese Menschen mit ein.
Sie werden überrascht sein, wie viel Unterstützung Sie bekommen, wenn Sie sie mit ins Boot holen.

Das ist auch eine Sache der Würdigung und der Wertschätzung.

Übrigens: Einer der häufigsten Gründe für misslungenes Change Management in Firmen ist genau dieser Punkt. Es werden zwar oft durchaus sinnvolle Change-Prozesse eingeführt.

ABER: Die Mitarbeiter die es betrifft, werden nicht mit einbezogen. Stattdessen wird ihnen die fertige Entscheidung einfach nur mitgeteilt. Scheitern auf der ganzen Linie, aufgrund mangelhafter Wertschätzung derer, auf die es ankommt.

Und nun der letzte Punkt:

  1. Wenn man sein Ziel erreicht hat, ist man automatisch auf der Sonnenseite des Lebens.
    Nein, denn, alles hat Sonnen- und Schattenseiten.

Viele haben ein großes Ziel vor Augen. Erfolgreich selbstständig machen zum Beispiel. Und dann schwelgen sie in diesem Traum und malen sich in allen Farben aus, wie wunderbar es wird wenn sie dieses Ziel erreicht haben.

Das ist super.
Sofern man auch die andere Seite bedenkt.

Wer zum Beispiel erfolgreich selbstständig sein will, braucht vor allem eines:
Kunden. Und die klingeln nicht einfach an der Tür. Die muss man sich verdienen. Wer also keine Lust auf Akquise und verkaufen hat, sollte sich überlegen ob er das richtige Ziel anstrebt.

Vor dem Ziel einen Marathon zu laufen, steht das Training. Auch wenn es regnet, ein toller Film im Fernsehen kommt oder die Freunde sich gerade auf ein Bier treffen.

Wer in seinem Job unzufrieden ist und endlich das machen will, was ihm Spaß macht, muss wahrscheinlich erstmal Geld und Zeit in Weiterbildungen investieren. Und vielleicht bei einem Jobwechsel für ein niedrigeres Gehalt arbeiten. Weil der neue Job vielleicht nicht so gut bezahlt ist wie der, der eben keinen Spaß macht.

Ziele erfordern Opferbereitschaft.
Die Bereitschaft auf etwas zu verzichten.
Etwas für das Ziel zu investieren.
Oft auch Zeit und Geld, was sonst vielleicht in den nächsten Urlaub fließen würde.

Gut, dass es zwei Seiten gibt:

Denn gerade dann wenn Sie Opfer gebracht haben, werden Sie das Erreichen Ihres Ziels in vollen Zügen genießen. Stellen Sie sich mal vor, wie Sie sich gerade Schritt für Schritt Ihrem Ziel nähern.

Vielleicht haben Sie Steine aus dem Weg geräumt.
Haben Umwege gemacht und doch das Ziel nie aus den Augen verloren.
Haben investiert, Opfer gebracht, viel dafür getan.
Vielleicht hat es mehr als einen Anlauf gebraucht. Doch Sie haben nicht aufgegeben.

Haben auch die Schattenseiten Ihres Zieles erkannt. Sind vielleicht gescheitert und haben sich wieder aufgerappelt. Haben neue Wege gesucht und auch gefunden.

Ganz egal wie erfolgreich es für Sie ausgegangen ist, Sie sind auf jeden Fall daran gewachsen.

In diesem Sinne: Bleiben Sie realistisch, aber lassen Sie sich nicht aufhalten.

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