Lassen Sie sich zu viel gefallen?
Fünf goldene Regeln wie Sie aus der Gefälligkeitsfalle raus kommen und sicher Nein sagen.

Haben Sie sich schon mal die Frage gestellt, warum andere Leute Ihre Grenzen nicht achten? Geht es Ihnen häufig so, dass Sie Nein denken und Ja sagen? Und dass Sie dann doch wieder etwas für andere machst, worauf Sie gar keine Lust haben und es Ihnen dann ohnehin keiner dankt?

Dann sind Sie in die „Gefälligkeitsfalle“ getappt. Heißt, Sie haben es nicht geschafft zu Ihren wahren Gefühlen zu stehen und zu dem was Ihnen wichtig ist. Stattdessen haben Sie sich von anderen Leuten manipulieren lassen.

Die Manipulationsversuche sind hier unterschiedlich.

Hier ein paar Beispiele:

Überrumpeln und Druck aufbauen.
Ihr Chef teilt Ihnen mit: „Sie müssen dieses Projekt jetzt unbedingt noch übernehmen. Sonst platzt uns wahrscheinlich der ganze Auftrag. Sie wollen ja wohl nicht verantwortlich sein, dass wir diesen Kunden verlieren!“ Zack – und schon schnappt die „Angstfalle“ zu. Horrorvisionen wie ein Jobverlust tun sich auf und schon bleibt einem das berechtigte „Nein“ regelrecht im Hals stecken.

Schuldgefühle vermitteln und Sie an der „Ehre“ packen.
Kollegen, Freunde, Bekannte kommen zu Ihnen: „Wir brauchen dich jetzt! Du kannst uns doch jetzt nicht im Stich lassen. Wir brauchen ganz dringend deine Hilfe, den du bist der einzige der da wirklich was von versteht.“ Damit haben sie Sie im Sack. Denn das Gefühl gebraucht zu werden, ist ein starker Motivator, um sich regelrecht für andere aufzuarbeiten.

Die Mitleidstour.
Die Freundin ruft heulend an, weil sie sich mit ihrem Freund gestritten hat und jetzt unbedingt jemanden zum Reden braucht. Sie sind gerade auf dem Weg zu einem wichtigen Termin. Aber jetzt einfach die Freundin sitzen lassen? Schon ist man in einem Zwiespalt. Die Freundin jetzt hängen lassen, wo es ihr doch so schlecht geht. Das schlechte Gewissen ist schon vorprogrammiert.

Die netten und hilfsbereiten Menschen, die so gut wie nie Nein sagen, mag jeder. Denn sie erleichtern das Leben ungemein. Vor allem das eigene. Also werden sie laufend manipuliert und schamlos ausgenutzt. Und wenn sie dann nicht mehr brauchbar sind, dann werden sie fallen gelassen wie eine heisse Kartoffel. Es ist nun mal so, dass billige Gehilfen weniger respektiert werden als Menschen, die ihre eigenen Grenzen setzen und nur dann helfen wenn sie selbst auch wirklich helfen wollen.

Trauen Sie sich also Nein zu sagen und machen Sie sich so von einem „netten Gehilfen“ zu einer Person, deren Grenzen zu respektieren sind. Helfen Sie dann, wenn Sie es selbst möchtesn und ansonsten sagen Sie Nein.

Nein – ist eine klare Aussage. Sie braucht keine Rechtfertigung und Erklärung.

Doch gerade am Anfang ist es schwierig, klar und deutlich nein zu sagen. Man will ja niemanden vor den Kopf stoßen. Man will nicht unhöflich sein und natürlich ist da auch stets die unbewusste Angst abgelehnt zu werden.

Daher nun fünf goldene Regeln mit denen Sie Nein sagen können, ohne unhöflich sein zu müssen.

Regel 1. An Absprachen erinnern.
„Wir hatten vereinbart, dass ich an diesem Projekt nicht beteiligt bin, da ich bereits andere wichtige Projekte zu erledigen habe. Wenn sich dies jetzt ändern soll, dann sagen Sie mir bitte welches andere Projekt ich jetzt dafür abgeben soll, dafür dass ich dieses hier übernehme.“

Regel 2. Die Folgen aufzeigen.
„Danke für Ihr Vertrauen. Ich kümmere mich bereits um die Projekte XY. Wenn ich dieses Projekt zusätzlich übernehme, werden sich die anderen Projekte verzögern. Sind Sie bereit, hierfür die Verantwortung zu übernehmen?“

Regel 3. Den Ball zurückgeben.
„Ich fühle mich geschmeichelt, dass ihr mir das als Einzigen zutraut. Doch ich habe in der nächsten Zeit andere Sachen zu tun. Ich bin sicher, dass ihr das genauso gut hinbekommt, wenn ihr bereit seid euch anzustrengen.“

Regel 4. Alternativen anbieten.
„Ich möchte dir gerne zuhören. Jetzt habe ich zunächst einen wichtigen Termin, aber um XY bin ich wieder zurück und dann nehme ich mir gerne Zeit für dich.“

Regel 5. Konsequent bleiben.
Oft geben die anderen nach dem ersten Nein nicht gleich auf, sondern legen sogar noch eine Schippe drauf. Dann heißt es konsequent bleiben:
„Bitte sagen Sie mir, welches Projekt ich abgeben kann, wenn ich dieses hier kurzfristig übernehmen soll. Wie gesagt, ich werde es nicht noch zusätzlich zu den anderen übernehmen.“
„Ich habe soeben gesagt, dass ich das nicht übernehmen kann. Bitte akzeptiert das.“
„Ich gehe jetzt zu meinem Termin. Danach nehme ich mir gerne Zeit für dich. Solange musst du aber warten.“

Noch ein Tipp:

Probieren Sie diese Nein-Sagen-Regeln schon mal in Gedanken aus.
Stellen Sie sich dazu eine konkrete Situation ganz intensiv vor und wenden eine dieser Regeln an.
Wie geht es Ihnen, wenn Sie jetzt intensiv daran denken wie Sie zu anderen Nein sagen?

Sie wollen nicht daran denken?

Tun Sie es trotzdem.

Jetzt.

Ich warte so lange.

Wie geht es Ihnen jetzt?

Ok, am Anfang ist das echt nicht so leicht.

Möchten Sie ganz klar, deutlich und selbstbewusst Nein sagen können?  (und vielleicht kennen Sie Menschen, die das ganz selbstverständlich können)

Dann lade ich Sie ein, dies zu lernen und Ihr Selbstbewusstsein zu stärken.

Kommen Sie hierzu auf unseren nächsten kostenfreien Infoabend und erfahren Sie mehr darüber.

Klicken Sie hier zu den nächsten Terminen.

Wir freuen uns darauf, Sie kennen zu lernen.

Mehr Tipps zum Thema “Nein sagen” finden Sie auch unter: Nein sagen – Grenzen setzen
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